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konflikt coachingMärz 14, 20230

Mit mehr Gelassenheit in ein Konfliktgespräch

Als Mediator erlebe ich oft, wie schwierig es für Menschen sein kann, konfliktbehaftete Gespräche zu führen. Die Gründe dafür sind vielfältig und können von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Im Folgenden möchte ich einige der häufigsten Schwierigkeiten aufzeigen und Tipps geben, wie man sich auf diese besondere Situation vorbereiten kann:

Stolpersteine auf dem Weg in ein Konfliktgespräche

Emotionen

Konflikte gehen oft mit starken Emotionen einher, wie Wut, Trauer oder Frustration. Diese Emotionen können eine klare Kommunikation erschweren. Eigentlich gehen wir ruhig in ein Gespräch und wollen sachlich die Themen besprechen. Doch dann kommen die Emotionen ins Spiel und das Gespräch droht zu entgleiten.

Tipp: Versuchen Sie, sich im Vorfeld des Gesprächs auf Ihre eigenen Emotionen vorzubereiten. Werden Sie sich bewußt, ob Sie grundsätzlich eher ein Vermeider von schwierigen Gesprächen sind oder eher jemand, der solche Gespräche gerne führt?

Unterschiedliche Meinungen

Konflikte entstehen meist aufgrund unterschiedlicher Meinungen oder Standpunkte. Es gibt oft verschiedene Wahrheiten und genau deshalb ist es schwierig, einen gemeinsamen Nenner zu suchen und eine Lösung zu finden, mit der beide Parteien zufrieden sind.

Tipp: Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor, indem Sie Ihre eigene Position und Ihr Hauptziel klar definieren und sich überlegen, welche Punkte Ihnen wichtig sind. Versuchen Sie, die Position des anderen zu verstehen, indem Sie aktiv zuhören und Fragen stellen. Versuchen Sie die Perspektive des anderen zu verstehen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an derselben Seite des Tisches und nicht gegenüber.

Mangelnde Kommunikation

Meist entstehen Konflikte aufgrund mangelnder oder unklarer Kommunikation. Missverständnisse und unerfüllte Erwartungen können schnell zu Frustration und Ärger führen.

Tipp: Stellen Sie sicher, dass Sie vor dem Gespräch alle notwendigen Informationen haben und sich über Ihre eigenen Erwartungen bewußt sind. Stellen Sie sicher, dass Sie klar und deutlich kommunizieren und präzise Fragen stellen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Machtungleichgewicht

In manchen Konfliktgesprächen gibt es ein Machtungleichgewicht, das es schwierig machen kann, eine faire Lösung für beide zu finden.

Tipp: Versuchen Sie, das Machtungleichgewicht zu berücksichtigen und stellen Sie sicher, dass Sie beide die Möglichkeit haben, ihre Perspektive zu äußern und ihre Bedürfnisse zu artikulieren.

Vorbereitung als Teil eines erfolgreichen Konfliktgesprächs

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen schwierigen Gespräch. Indem Sie sich auf Ihre eigenen Emotionen vorbereiten, Ihre Position, Ihr Ziel klar definieren und sich auf eine präzise Kommunikation konzentrieren, können Sie dazu beitragen, dass das Gespräch effektiv und erfolgreich wird.

Es gibt jedoch Situationen, in denen Sie nicht weiterkommen, selbst wenn Sie die oben genannten Tipps befolgen. Manche Probleme sind zu verzweigt, zu kompliziert oder zu emotional, um sie zwischen zwei Menschen zu klären. Es kann auch vorkommen, dass das Machtungleichgewicht ein zu großer Störfaktor ist. Als Mediator kann ich den Konfliktparteien dann dabei helfen eine faire Lösung zu finden, indem ich eine neutrale Position einnehme und sicherstelle, dass beide Parteien gehört werden, die Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und zu einer gemeinsam getragenen Lösung kommen.

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